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[Rezension] Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen

Wenn’s einfach wär, würd’s jeder machen

Autor/in: Petra Hülsmann 
Verlag: Bastei Lübbe 
Seitenanzahl: 575 
ISBN: 978-3-404-17690-8 
Preis: € 11,00 [D] Print , € 8,99 [D] E-Book
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Damit hatte die beliebte Musiklehrerin Annika nicht gerechnet: Aus heiterem Himmel wird sie von ihrer Traumschule im Hamburger Elbvorort an eine Albtraumschule im absoluten Problembezirk versetzt. Nicht nur, dass die Schüler dort mehr an YouTube als an Hausaufgaben interessiert sind – die Musical-AG, die Annika gründet, stellt sich auch noch als völlig talentfrei heraus. Aber wenn’s einfach wär, würd’s schließlich jeder machen. Annika gibt nicht auf und wendet sich hilfesuchend an Tristan, ihre erste große Liebe und inzwischen Regisseur. Von nun an spielt sich das Theater jedoch mehr vor als auf der Bühne ab, und das Chaos geht erst richtig los.

Petra Hülsmann, Jahrgang 1976, wuchs in einer niedersächsischen Kleinstadt auf. Nach einem erfolgreich abgebrochenen Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft arbeitete sie in Anwaltskanzleien und reiste sechs Monate mit dem Rucksack durch Südostasien, bevor sie mit ihren Romanen die Beststellerliste eroberte. Petra Hülsmann lebt mit ihrem Mann in Hamburg.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies ist mein zweites Buch der Autorin Petra Hülsmann und ich habe mich schon riesig darauf gefreut. Das Buch ist toll zu lesen, doch es hat allerdings ein paar Schwachstellen, die mich doch etwas gestört haben. Fast die gesamte Handlung spielt in einer Schule ab, sodass der Fokus nicht auf die Romantische Seite, der Liebe, liegt sondern eher auf Annikas Berufsleben. Es werden erstmal auf den ersten Seiten, die Charakter vorgestellt, was sich ziemlich zieht. Dadurch entwickelt sich auch erstmal alles sehr langsam, so auch die hauptsächliche Handlung. Es wachsen einem allerdings, bis auf ein paar Schüler, fast alle ins Herz.

Annika hat den Plan, ein Musical AG zu gründen und dieser Plan entwickelt sich schleppend. Man bekommt wirklich nur hauptsächlich Annikas Leben mit, was irgendwann doch etwas langweilig wird.
Mit Annika musste ich sogar erstmal warm werden. Sie hat eine trotzige und naive Art und diese Art hat sich auch manchmal auf ihre Schüler ausgewirkt. Ihre Idee, ein Musical AG zu gründen, fand ich Klasse, da es auch mal etwas anderes ist, als ständig den Schülern beim lernen zu beobachten bzw. zu lesen. Annika möchte eigentlich auch ganz schnell von dieser Schule weg, deshalb kommt sie auch auf die Idee ein Musical AG zu gründen. Diese soll ein Preis gewinnen, damit sie von der Schule weg kommt. Aber langsam wachsen ihr die Schüler ans Herz. Diese Einstellung fand ich schon ziemlich naiv.
Aber dafür konnte mich der Schreibstil von Petra Hülsmann wieder mehr begeistern. Sie schreibt so flüssig und leicht. Eine große Rolle spielt hier ganz klar die Musik, was man auch sofort bemerkt. Man erkennt sogar einige Lieder, die in dieser Geschichte eingebaut wurden. Leider ist hier, wie ich finde, die Liebesgeschichte zu kurz gekommen. Die Protagonistin Annika wollte ihre Gefühle für lange Zeit nicht wahrhaben, was ich bei ihr nicht so wirklich nachvollziehen konnte. Allerdings hat das Ende das ganze wieder getopt, den am Ende kommen auf einmal so viele Gefühle und Emotionen. Ich habe wirklich lange überlegt, was für eine Bewertung ich dem Buch geben sollte und habe mich für drei Herzen entschieden, da das Buch wirklich noch potenzial hat.

 

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