[Rezension] Keep it Like a Promise
Keep it Like a Promise

Autor/in: Katharina Katz
Verlag: GU/ Reverie Verlag
Seitenanzahl: 400
ISBN: 9783745705379
Preis: € 17,00 [D] Print , € 12,99 [D] E-Book
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Ein Neuanfang – das ist alles, was Lucy sich wünscht, als sie nach Brighton zieht. Ein Job als Social-Media-Managerin im luxuriösen Ellington Grande Hotel, eine Stadt voller Licht und Leben, ein bisschen Leichtigkeit. Doch während sie tagsüber perfekte Inszenierungen für die Online-Welt erschafft, holt sie nachts die Realität ein: Die Anrufe ihrer Mutter, die immer häufiger zur Flasche greift und Lucy in alten Mustern gefangen hält.
Und dann ist da noch Kobe – der Barkeeper mit verwegenem Lächeln, unverschämt schönen Unterarmen und einem frustrierenden Unwillen, sich vor Lucys Kamera zu stellen. Trotz ihrer ständigen Wortgefechte lässt sich die surrende Spannung zwischen den beiden kaum ignorieren. Als eine Geschäftsreise nach Edinburgh sie zwingt, sich eine Suite zu teilen, verschwimmen die sorgsam gezogenen Grenzen. Doch ausgerechnet dort holt Lucys Vergangenheit sie ein – und mit ihr die Angst, alles zu verlieren. Kobe hat sich geschworen, nie wieder jemanden zu retten, der nicht bereit ist, für sich selbst einzustehen. Lucy kämpft mit der Versuchung, sich kleinzumachen, um den Frieden zu wahren. Doch was, wenn genau das bedeutet, sich selbst zu verlieren? Denn manchmal ist Loslassen der einzige Weg, um das zu behalten, was man wirklich liebt.

Katharina Katz ist Autorin, Schreibcoach und Ghostwriterin. Neben ihren eigenen Buchveröffentlichungen lektoriert sie Sachbücher und Ratgeber für Verlage wie Droemer Knaur, Gräfe und Unzer, Piper und Edel. In ihren Schreibwerkstätten unterstützt sie angehende Autor:innen bei der Ideenentwicklung, beim Plotten und beim Schreiben ihres Exposés.
Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg, liebt Franzbrötchen, Städte am Wasser – und natürlich das Schreiben.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Ein weiteres Healthy Romance welches ich lesen und kennenlernen durfte. Mittlerweile finde ich ja schon sehr gefallen an Healthy Romance Bücher. Dabei hat dieser Healthy Romance auch Enemies to Lovers Elemente dabei, die mich sofort gecatcht haben. Man lernt auch direkt Lucy kennen. Sie wagt einen Neuanfang in Brighton, zumindest wünscht sie sich das. Wären dann nicht die ständigen Anrufe ihrer Mutter. Diese Anrufe holen Lucy immer wieder in alte Muster zurück, die sie hinter sich lassen wollte. Ihre Ablenkung ist ihre Arbeit als Social Media Managerin im Ellington Grand Hotel. Sie soll durch Social Media Content dem Hotel mehr Aufmerksamkeit bereichern und so stürzt sich Lucy auf die Arbeit. Dabei kommt auch Kobe der Barkeeper ins Spiel. Er ist alles andere als begeistert vor Lucys Kamera seine Drinks zu kreieren. Auch kommt Lucy mit einer Idee um die Ecke, die ihm so gar nicht gefällt. Doch sein Chef ist da anderer Meinung. Gemeinsam treten sie eine Geschäftsreise nach Edinburgh an. Als sie dort ankommen, müssen sie sich ein Zimmer teilen. Sie kommen sich näher und man kann die Gefühle nicht mehr leugnen. Wäre da nicht immernoch Lucys Vergangenheit die wie ein Damoklesschwert über ihnen hängt.
Lucy war mir sofort sympathisch. Sie hatte eine freche und fröhliche Art an sich. Vorallem hat sie auch ihr Herz am rechten Fleck. Sie hat sich jahrelang um ihre Alkohol abhängige Mutter gekümmert und nie ihr Traum verwirklicht. Doch das soll nun anders laufen. Allerdings sieht es ihre Mutter anders und jeder Anruf von ihr, versetzt Lucy wieder in die Vergangenheit. Mit Lucy könnte man einfach nur mitfühlen. Sie tat mir richtig Leid, was sie alles durchmachen musste und immernoch muss. Aber sie hat auch ihre beste Freundin Vio an ihrer Seite, die sie auch immer mal wieder stärkt. Kobe war ein sehr interessanter Charakter und war mir auch direkt sympathisch. Anfangs war er mürrisch und so gar nicht erfreut über die freche Lucy. Die Wortgefechte zwischen beiden waren dafür umso amüsanter. Doch auch Kobe hat mit sich zu kämpfen. Denn auch er ist in therapeutischer Behandlung, da er einfach jeden Helfen muss. Er hat sich auch geschworen niemand mehr zu helfen und sich um sich selbst zu kümmern. Doch Lucy weckt in ihm wieder das Helfer Syndrom zum Leben. Kobe war auch sehr nahbar. Er war voller Gefühle, verletzlich, charmant und hat definitiv eine andere Seite von sich gezeigt. Bei ihm trifft das Sprichwort „Harte Schale, weicher Kern“ definitiv auf den Punkt. Zwischen Wortgefechten sprühen auch die Funken bei den beiden.
Der Schreibstil war dabei auch sehr leicht und flüssig zu lesen. Man liest die Story abwechselnd aus der Sicht von Lucy und Kobe. Somit kann man sich besser in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden versetzen. Dabei bekommt man auch etwas über die Vergangenheit der beiden mit. Als Leser begleitet man die Charakter auf ihren Weg zur Heilung. Gerade da auch sehr starke Themen wie die Alkohol Abhängigkeit angesprochen werden. Es ist eine Suchterkrankungen die das familiäre Umfeld trifft. So wie bei Lucy und ihrer Mutter. Ich kenne mich mit dem Thema auch gut aus und die Tücken hinter dieser Sucht wurden in dieser Story sehr gut angesprochen. Dann haben wir noch die Lovestory zwischen Lucy und Kobe, die sich langsam entwickelt und fahrt aufnimmt. Beide tun sich gegenseitig gut und sie wachsen auch über sich heraus. Sie stärken sich und stützen sich und finden somit auch den Mut loszulassen. Die Charakter heilen sich hier gegenseitig. Die Story war schön, ehrlich, emotional, voller Gefühle und Zuversicht. Auch das Setting von Edinburgh und Brighton wurden dabei bildhaft beschrieben. Ich kann nur sagen, dass es trotz einem schweren Thema, eine Story ist, die schön war und ab und an auch Mal etwas spannendes an sich hatte. Tatsächlich habe ich im Nachhinein auch gesehen dass es sich hierbei um den Abschluss einer Reihe handelt. Umso neugieriger bin ich dafür auf die vorherigen Büche geworden. Man kann die Bücher auch unabhängig voneinander lesen, da laut Klappentext, jedes Buch andere Protagonisten hat. Für mich hat das Buch eine klare Leseempfehlung verdient.

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