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[Rezension] Himbeerjoghurt mit Sahne

Himbeerjoghurt mit Sahne

Autor/in: Jan Ranft 
Verlag: Selfpublishing 
Seitenanzahl: 256 
ISBN: 978-3752832563 
Preis: € 13,90 [D] Print , € 12,99 [D] E-Book
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Mit dieser erweiterten Neuauflage kehren wir mit 14 neuen und 39 überarbeiteten Geschichten zurück in die Welt der Schwulen mit all ihren Facetten: humorvoll, tragisch, überraschend, ehrlich, fantasievoll, nachdenklich und manchmal echt gemein.
Als Matthias sich neu erschafft, hat er viel mehr Erfolg bei den Männern. Nach der Begegnung von Jonas und Jack geschehen merkwürdige Dinge. Sonntagmorgens hat Leon seinen Traummann zu Gast, oder hat er bloß geträumt? Oy und Eo stellen sich den Gefahren einer urzeitlichen Welt. Im Supermarkt philosophiert Martin über die Parallelen zwischen der Schwulenwelt und einer Kühltheke: Sind wir nicht alle Fruchtjoghurts?
53 Kurzgeschichten mit Episodencharakter zum herzhaften Lachen, zum Sich-Selbst-Wiedererkennen, zum Nachdenken und zum Träumen auf 256 Seiten mit Namensregister und Orteverzeichnis.

Jan Ranft, geboren 1974 in Birkenfeld, lebt und arbeitet in Saarbrücken. Von 2007 bis 2012 bloggte er im Studio3-Podcast zu schwulen Themen. Schreibt seit seiner frühen Jugend. Nach dem Erfolg seines Erstlingswerks „Himbeerjoghurt“ (2012), erscheint 2018 die erweiterte und überarbeitete Neuauflage mit 14 neuen Geschichten unter dem Titel „Himbeerjoghurt mit Sahne“. 

Vielen Dank an den Autor für das Rezensionsexemplar. Ich habe vorher noch nie über das Buch gehört aber in Erfahrung gebracht, das es eine überarbeitete Version eines vorherigen Buchs vom Autor Jan Ranft ist. Hierbei sind alte Geschichten dabei aus dem vorherigen Buch und neue Geschichten wurden dazu gefügt. Es sind wirklich nur kurze Geschichte, nur wenige Seiten lang, die aber so voller Humor strotzen, das man einfach nicht aus dem Lachen herauskommt. Mich konnte das Buch daher einfach nur amüsieren und Tränen und Bauchschmerzen waren auch dabei, natürlich nur vor Lachen. Dabei finde ich es toll, das man hier Geschichten aus der Sicht von schwulen Männern liest. Ich als Frau, kann mir so eigentlich nicht vorstellen, wie es wohl so als ein schwuler Mann ist, aber Jan Ranft schafft es, gewisse Situationen eines schwulen Mannes näher zu bringen. Dabei kann ich mir sehr gut vorstellen, das einige Situationen dem ein oder anderen Mann schon einmal passiert sind. Allerdings gibt es Geschichten, die mal nicht so witzig sind, sondern eher traurig und zum nachdenken anregen. Allerdings gehört sowas auch zu den schwulen Männern dazu und man selbst denkt noch eine gewisse Zeit noch daran.
Es gibt aber nicht nur Geschichten aus der alltäglichen Bereichen. Es gibt hierbei auch Geschichten aus den fantasievolleren Bereich mit Geister und Werwölfe und co. Man merkt auch schnell, das hierbei viele Personen mehrfach auftauchen, am Ende wird sogar noch erwähnt, wer wann und wo auftaucht. Ich finde das sogar sehr gut, den man kommt somit nicht mit den Charakteren durcheinander und man kann gut zuordnen, wem was vorher passiert war.
Jan Ranft hat dabei auch einen sehr lebhaften, füssigen und leichten Schreibstil und kann mit seinen Kurzgeschichten überzeugen. Sie sind amüsant und humorvoll und garantieren einen Lacher für zwischendurch. Dadurch, das die Geschichten kurz sind, kann man sie mal in der Pause bei der Arbeit lesen, um sich etwas aufzuheitern, sollte man mal einen schlechten Tag haben. Dabei wird dem Leser ein wichtiges Thema verdeutlicht, das Schwule auch nur Menschen sind. Ich fand es auch mal sehr erfrischend, solche kurze Geschichten aus der Sicht eines schwulen zu lesen, die auch öfters sehr realistisch sind. Für mich ist dieses Buch oder eher gesagt, diese Kurzgeschichten, eine absolute Leseempfehlung.

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