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[Rezension] Schläfst du noch?

Schläfst du noch?

Autor/in: Kathleen Barber 
Verlag: Heyne< 
Seitenanzahl: 416 
ISBN: 978-3-453-42208-7 
Preis: € 9,99 [D] , € 10,30 [A]
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Seit 10 Jahren flieht Josie schon vor ihrer Vergangenheit. Und das aus gutem Grund. In New York ist es ihr endlich gelungen, gemeinsam mit ihrem Freund Caleb Fuß zu fassen und eine Existenz zu gründen. Doch dann taucht eine neugierige Journalistin auf. Sie will um jeden Preis die Geschichte um Josies ermordeten Vater wiederaufrollen. Mit ihrem Podcast bringt sie nicht nur Josies Erinnerungen ans Tageslicht, sondern bedroht auch gleichzeitig ihre heile Welt …

Kathleen Barber wuchs in Galesburg, Illinois, auf. Sie machte ihren Abschluss an der University of Illinois und der Northwestern University School of Law und arbeitete zuvor bei großen Firmen in Chicago und New York im Bereich Konkursrecht. Wenn sie nicht schreibt, reist Kathleen gerne mit ihrem Mann um die Welt.

Bei diesem Buch, hat mich das Cover wieder sehr angesprochen. Es sieht einfach so mysteriös aus und ganz und gar nicht vorhersehbar. Ich war natürlich sehr gespannt wie die Story ist und habe mich auch gleich in die Story gestürzt. Man merkt auch gleich am Anfang, das es sich eher um einen Familiendrama handelt. Als erstes erfährt man auch, das vor mehr als 10 Jahren der Vater, Chuck Buhrmann, von einem Nachbars Jungen ermordet wurde. Die Zwillinge Josie und Lanie müssen nicht nur mit dem Tod ihres Vaters klarkommen, sondern auch mit der Entscheidung ihrer Mutter. Diese schließt sich, nach dem Mord, einer Sekte an, sodass die Zwillinge bei ihrer Tante aufwuchsen. Nach einer gewissen Zeit, verlässt jedoch Josie ihre Heimat und reist um die Welt. Dabei lernt sie Caleb kennen, mit dem sie eine Beziehung führt und in New York lebt. Allerdings hat sie Caleb nie über ihre Familie und deren Drama erzählt, bis eine Journalistin alles aufdecken möchte und den Mord neu ausrollen möchte. Hier hat mich aber auch die Einbindung mit den Sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und co., begeistert. Ich mag es einfach, wen man bei so einer Story, mehr Leben einfügt. Und durch eben solche Sozialen Netzwerken, die man in der heutigen Zeit sehr oft benutzt, wirkt die Story so, als ob sie wirklich passiert war.

Anfangs konnte ich gar nicht so wirklich verstehen, warum Josie ihre Vergangenheit gegenüber Caleb verschwiegen hatte. Klar ist es schwer, aber dennoch sollte man die die man liebt, einweihen. Zudem hat sie sich immer mehr in Lügen verstrickt. Dabei kommen auch einige Fragen auf, bei denen man hofft, das sie beantwortet werden. Je weiter man die Story liest, lernt man die Protagonistin besser kennen und versteht auch ihre Handlungen und auch manche Fragen werden beantwortet, doch nicht alle. Als Leser erfährt man auch durch Rückblicke, was damals wirklich geschehen war.
Mit den zwei Protagonisten Josie und Lanie musste ich mich erst richtig anfreunden. Sie sind zwillinge haben aber unterschiedliche Charakter. So gerieten sie immer in ein Konflikt, wen sie sich sahen. Manchmal war es echt nicht nachvollziehbar, weshalb sie sich immer stritten und dann noch so extrem. Ich meine, als Schwestern muss man doch zusammen halten, egal was ist und was war.
Die Journalistin Poppy mochte ich ganz und gar nicht. Sie tut wirklich alles um an die wirkliche Story zu kommen. Selbst auf der Trauerfeier zeigt sie keinen Respekt und belästigt die Zwillinge. Man kann sie einfach nur nicht mögen, sogar hassen. Sie löst auch mit ihren Podcast regelrecht eine Hetzjagd. Hier finde ich es auch gut, das diese mit Facebook-Post, Forenbeiträge und Tweets gezeigt werden.
Leider finde ich auch manchmal, das sich die Hauptgeschichte leicht in den Hintergrund drängt. Den die meisten Zeit geht es doch um persönliche Befindlichkeiten, als um die wirkliche Story. Den sie sind immernoch am Rätseln, ob wirklich der Mörder deren Vaters im Gefängnis sitzt oder es doch ein anderer war.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm flüssig und locker zu lesen. Es war spannend, bis auf die Sache, das die Hauptstory in den Hintergrund geriet. Doch alles in allem hatte diese Story was Thriller mäßiges und hat mich gefesselt. Ich war auch eigentlich nicht überrascht, den wie schon oben erwähnt, macht das Cover auch deutlich, dass die Story spannend werden könnte.

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