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[Rezension] Das Böse in deinen Augen

Das Böse in deinen Augen

Autor/in: Jenny Blackhurst 
Verlag: Bastei Lübbe 
Seitenanzahl: 431 
ISBN: 978-3-404-17689-2 
Preis: € 11,00 [D] Print , € 8,99 [D] E-Book
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Niemand hat Angst vor einem kleinen Mädchen, oder doch?
Als die Kinderpsychologin Imogen Reid den Fall der elfjährigen Ellie Atkinson übernimmt, weigert sie sich, den seltsamen Gerüchten um das Mädchen zu glauben. Ellie sei gefährlich, so heißt es. Wenn sie wütend wird, passieren schreckliche Dinge. Imogen hingegen sieht nur ein zutiefst verstörtes Kind, das seine Familie bei einem Brand verloren hat und ihre Hilfe benötigt. Doch je näher sie Ellie kommt, desto merkwürdiger erscheint ihr das Mädchen. Dann erleidet auch Imogen einen schrecklichen Verlust – und sie fürchtet, dass es ein Fehler war, Ellie zu vertrauen …
Jenny Blackhurst lebt in Shropshire, England. Sie ist 29 Jahre alt, verheiratet und hat einen zweijährigen Sohn. Sie arbeitet als Systemadministratorin für die Feuerwehr, und in ihrer Freizeit schreibt sie an ihrem zweiten Roman.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich wollte mich wiedermal an einen Thriller wagen und da kam dieser Psychothriller genau richtig. Obwohl ich fand, das es für ein Psychothriller recht harmlos war, hatte ich doch an manchen Stellen eine Gänsehaut. Am Anfang lernt man Imogen kennen, die wieder zurück zu ihrer Alten Heimat zieht. Dabei stolpert sie zufällig auf das Elfjährige Mädchen Ellie, die eine Klassenkameradin auf die Straße geschubst hätte. Ellie wird in der ganzen Stadt als Hexe genannt, da ihre Familie durch einen Brand ums Leben gekommen ist und immer wieder merkwürdige Sachen geschehen. Aber Imogen glaubt nicht an das gerede und nimmt Ellie in Schutz.
Am Anfang war es doch recht komisch, was alles passierte, wo Ellie auch noch in der Nähe war. Obwohl sie

eigentlich so unschuldig beschrieben wurde. Auch was ihre Klassenkameradinnen so mit ihr machten, war schon nicht mehr normal. Das grenzt schon sehr an Mobbing. Der Spannungsfaktor in diesem Buch ist definitiv gegeben und auch das ein oder andere Gänsehautfeeling. Man kann das Buch gar nicht zur Seite legen, den man möchte wissen, wie es mit Imogen und Ellie weiter geht. Das Ende hat mich dann doch Überrascht, war allerdings auch vorhersehbar.
Imogen war mir dabei von Anfang an symphatisch, obwohl ich erstmal grübeln musste, was sich hinter ihrem Umzug verbirgt. Am Anfang erfährt man nämlich nicht, warum sie und ihr Mann umziehen mussten und weshalb sie ihren alten Job verloren hat. Doch im Laufe der Geschichte wurde das ganze dann aufgelöst und man konnte gut nachvollziehen, warum sie so vorsichtig war und dennoch für Ellie da sein wollte. Ihre beste Freundin aus Kindheitstagen ist ihr dabei eine große Stütze und hört ihr immer wieder zu. Ihr Mann steht ihr dabei auch zur Seite und ist immer für sie da.
Mit Ellie musste ich erstmal warm werden. Sie war so geheimnisvoll und still, aber dann lebt sie doch so langsam auf. Das hinter allem, was passiert nicht sie dahinter steckt, konnte man ahnen. Trotzdem war es sehr spannend, herauszufinden, wer wirklich dahinter steckt und was wirklich passiert.
Der Schreibstil der Autorin war spannend und flüssig zu lesen. Es gibt immer wieder ein Sichtwechsel zwischen Imogen und Ellie, obwohl man mehr aus Imogen Sicht liest. Wen man von Ellie liest, liest man von ihren Gedankengängen oder was ihr gerade zustößt. Mir hat diese Geschichte wirklich sehr gefallen und so schnell konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Am besten lässt sich die Geschichte Abends lesen, da bekommt man umso mehr eine Gänsehautfeeling. Das Buch ist ein wirklich lesenswerter Psychothriller.

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