[Rezension] Lose me Once
Lose me Once

Autor/in: Christina Kaspar
Verlag: Droemer Knaur
Seitenanzahl: 432
ISBN: 978-3-426-56501-8
Preis: € 16,99 [D] Print , € 11,99 [D] E-Book
Amazon

Fast zwei Jahre ist es her, dass Emery ihre Heimat Harpers Ferry fluchtartig verlassen hat. Ihre große Liebe Luke hat in jener tragischen Nacht etwas Unverzeihliches getan – und Emery hat alles beobachtet. Um sein dunkles Geheimnis zu bewahren und ihn zu beschützen, hat sie alle Brücken hinter sich abgebrochen.
Nun zwingt sie der Tod ihrer Gran zur Rückkehr in die Kleinstadt. Als sie Luke gegenübersteht, sind all die überwältigenden Gefühle wieder da. Emery will sich von ihm fernhalten, doch die Anziehung zwischen ihnen wird immer heftiger. Aber ist Luke noch der Mann, den sie einst so sehr liebte? Kann Emery vergessen, was er damals getan hat? Oder ist ihre Liebe gegen die Wahrheit machtlos?

Christina Kaspar machte eine Ausbildung zur Verlags- und Medienkauffrau und studierte Germanistik und Komparatistik. Weil ihr Herz für Bücher schlägt, arbeitet sie als Lektorin in einem Publikumsverlag. Als Chris Kaspar veröffentlichte sie die Thriller Watched (2021) und Pride & Pretty (2022) bei Moon Notes und die YA Romance Forget Me Someday (2023) bei Planet!, die für den Delia Award nominiert war. Mit Harpers Ferry möchte sie das Beste aus den Genres Romance und Spannung miteinander verknüpfen.

Vielen Dank an den Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar. Ich habe schon das ein oder andere Buch von der Autorin Christina Kaspar gelesen und war gespannt auf ihr neues Werk. Natürlich hat mich dabei auch der Klappentext sehr angesprochen. Als ich dann angefangen habe zu lesen, hat mich allein der Prolog schon sehr neugierig gemacht. Man lernt da schon Emery kennen, die etwas miterlebt hat und mit sich herum schleppt. Dieses Geheimnis könnte alles zerstören. Sie hat ihre Heimat Harpers Ferry dadurch auch fluchtartig verlassen und geschworen, niemals mehr zurück zu kehren. Dabei lässt sie nicht nur ihre geliebte Gran zurück, sondern auch ihre große Liebe Luke. Nach zwei Jahren ist sie aber gezwungen wieder nach Harpers Ferry zu kommen. Ihre Gran geht es nicht mehr so gut und irgendjemand muss das weiterführen, was ihre Gran aufgebaut hat. Als sie dann auch noch auf Luke trifft, kommen alte Gefühle hoch und gleichzeitig die Angst vor dem Geheimnis. Allerdings kann sie sich nicht von ihm fernhalten.
Emery war mir sofort sympathisch. Sie hat definitiv ihr Herz am rechten Fleck. Ihre Gran ist die Familie die sie noch hat und für sie würde Emery alles tun. Ich konnte ihre Beweggründe gut nachvollziehen, warum sie Harpers Ferry fluchtartig verlassen hat. Nachdem was sie mitbekommen hat, wäre ich auch einfach verschwunden um nicht mehr damit Konfrontiert zu werden. Das sie sich auch nicht von Luke, ihrer ersten großen Liebe, fernhalten konnte war auch nachvollziehbar. Die Anziehung war einfach noch zu sehr da und die glücklichen Erinnerungen haben eine andere Seite von ihm gezeigt. Dennoch bleibt Emery skeptisch und kann die Sachen einfach nicht vergessen. Luke war mir anfangs unsympathisch. Er wirkte mürrisch und hat jedem deutlich gezeigt, das er nicht in Harpers Ferry sein wollte. Allerdings hat es ihn auch total interessant gemacht. Als er das erste Mal nach Jahren wieder auf Emery trifft, weckt sie in ihm ein Interesse und er kommt aus seinem Schneckenhaus heraus. Ab und zu tut er noch so als ob er eine harte Schale hätte, doch bei seiner Mutter hat er absolut einen weichen Kern. Auch als er anderen geholfen hat, hat er eine sympathischere Seite gezeigt.
Der Schreibstil von Christina Kaspar ist dabei sehr flüssig. Man liest die Story abwechselnd aus der Sicht von Emery und Luke. Ich muss auch sagen, dass das Geheimnis einfach in den Bann zieht. Man will einfach wissen was damals geschehen ist. Dadurch dreht sich auch die Story um das Geheimnis. Man hat immer wieder seine eigenen Theorien, nur damit man sie dann wieder verwirft. Die Autorin lenkt uns somit immer wieder in eine andere Richtung und man weiß nie wer nun der Täter ist. Aber es dreht sich nicht nur darum, sondern auch um die Lovestory zwischen Emery und Luke. Diese baut sich langsam wieder auf, ist gespickt mit Erinnerungen von früher. Dadurch erfährt man auch viel von der Vergangenheit und von dem Tag an dem Emery geflüchtet ist. Christina hat da auch immer wieder Wendungen und Überraschungen mit eingebaut. Bis zum Schluss erfährt man nur kleine Schnipsel über den Tag, bis es dann aufgelöst wird. Man erfährt auch warum und weshalb. Es war also sehr spannend und aufregend. Das alles spielt in der Kleinstadt Harpers Ferry, welches bildhaft beschrieben wurde. Es ist eine Cozy Kleinstadt und hat mit definitiv Gilmore Girls Vibes gegeben. Das Buch hatte einfach alles zu bieten, was zu einem Romantic Suspense gehört. Es hat mich auch öfters zum Atem anhalten gebracht. Daher bin ich auch sehr auf den zweiten Band gespannt und freue mich auch schon sehr drauf. Das Buch kann ich definitiv weiterempfehlen und es sorgt auch aufjedenfall für spannende und auch gemütliche Lesestunden.

Das könnte dich auch interessieren
[Rezension] Hot Dirty Voicemail
24. Juli 2024
[Rezension] All These Broken Strings
5. Juli 2022