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[Rezension] Die erstaunliche Familie Telemachus

Die erstaunliche Familie Telemachus

Autor/in: Daryl Gregory 
Verlag: Eichborn / Bastei Lübbe 
Seitenanzahl: 544 
ISBN: 978-3-8479-0638-4 
Preis: € 24,00 [D] Print , € 16,99 [D] E-Book
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Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus ein typischer vierzehnjähriger Junge mit den typischen Problemen eines vierzehnjährigen Jungen. Aber Matty ist alles andere als normal und seine Familie ist es schon gar nicht. Als Matty entdeckt, dass er über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt, macht er sich auf die Suche nach dem lange gehegten Familiengeheimnis: Sind seine Verwandten wirklich Medien, beherrschen sie Telepathie, Telekinese und vielleicht noch andere Kräfte? 
Ein umwerfender Roman über eine ganz besondere Familie und die unsichtbaren Kräfte, die uns alle zusammenhalten.

 

 
 

Daryl Gregory wurde für seine Romane, Erzählungen und Comics vielfach ausgezeichnet. Seine Novelle Uns geht´s allen total gut gewann 2015 den World Fantasy Award und den Shirley Jackson Award. Gregory lebt in Oakland, Kalifornien.
 
 
 
Das Buch ist ein wirklich unterhaltsamer Roman und eine Mischung aus allem. Es ist nicht nur witzig, es ist auch spannend mit ein wenig Drama gewürzt. Vorallem die Charakter in diesem Buch sind schräg, aber absolut liebenswert. Die Familie ist aber auch nicht eine gewöhnliche Familie. Sie haben alle eine Fähigkeit, die sie früher mal im Fernsehen zeigten. Doch ihre Fähigkeiten gerieten in Vergessenheit. Dabei ist Teddy der Oberhaupt der Familie. Er ist ein Trickbetrüger und heiratete die hübsche Maureen, die ihre paranormalen Fähigkeiten an die drei Kinder weiter vererbte.
Das Buch spielt im Jahr 1995 und man lernt auch gleich Matty kennen. Er ist Irenes Sohn, die Tochter von Maureen, und hat auch paranormale kräfte. Er kann aus seinem Körper heraustreten. Maureen ist allerdings schon seit Jahren tod, aber immernoch sehr präsent und sie wird unglaublich vermisst. 
Ich hatte alle Charakter ins Herz geschlossen. Irene, Frankie und Buddy, die Kinder von Teddy und

Maureen, waren auf ihre eigene Art und Weise besonders. Buddy war der stille, der immer etwas anfing und dann urplötzlich aufhörte. Keiner weiß so genau, was der Anlass war, das Buddy aufeinmal so still war. Irene war die, die nichts mehr von der Vergangenheit wissen möchte. Sie hat ihre Fähigkeit vollkommen vergessen und denkt nur noch an ein normales Leben. Frankie allerdings war der, der sich immernoch an damals erinnert. Durch ihn kommt es immer zur Diskussion am Tisch, wen alle versammelt sind. Teddy mochte ich auch gleich von Anfang an. Er hat sich immer an junge und hübsche Damen rangemacht und sie immer mit seinen Tricks beeindruckt. Matty mochte ich auch gleich, obwohl er am Anfang recht komisch war. Aber nachdem er seine Fähigkeiten entdeckt hat, nutzt er diese zum Vorteil. Man merkt auch sofort, das Maureen schmerzlichst vermisst wird. 

Der Schreibstil war dabei auch, der Zeit entsprechend, gerecht. Vorallem flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte spielt auch in zwei Zeitebene, einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit. Wobei die Gegenwart im Jahr 1995 spielt. Es wird auch verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch lernt man die Familie besser kennen und die Charakter wirken auch so glaubhafter und lebendiger. Durch den Perspektiven wechsel nimmt auch die Geschichte an fahrt auf und wird auch spannender. Am Ende werden die Kapitel dann nochmal kürzer und somit gibt es auch öfters mal Perspektiven wechsel. In der ganzen Geschichte werden einzelne Puzzleteile verstreut, die man versucht, zusammen zu fügen. Am Ende wird dann alles aufgeklärt und die Puzzleteile werden zu einem großen und ganzen. Ich habe mich mit dem Buch gut unterhalten gefühlt und würde es auch jedem weiter empfehlen, der auf unterhaltsame Lesestunden wert legt. 

 

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